Grüner Heimatabend in Abensberg – Erinnerung an Sepp Daxenberger

Der moderne Saal im Stanxx in Abensberg, in dem der Jazzclub seine neue Heimat gefunden hat,  war ein passender Rahmen für den Grünen Heimatabend, zu dem die Grünen des Landkreises eingeladen hatten. Der Abend stand im Zeichen der Erinnerung an Sepp Daxenberger, aus dessen Biografie Franz  Kohout, selbst der Autor der Biografie, ausgewählte Texte vorlas. Mit der Auswahl der Texte entstand ein berührendes Bild des viel zu früh an Krebs verstorbenen Sepp Daxenberger,  dessen langjähriges Wirken als grüner Bürgermeister im Chiemgau und als bayerischer Landespolitiker unvergessen ist. Er war bekannt dafür, dass er sich unverblümt und mit viel Witz, aber stets sachlich mit der Politik der bayerischen Regierung auseinandersetzte. Musikalisch begleitet wurde die Lesung von Evi  Keglmeier mit ihrer Bratsche und ihrer Stimme. Bodenständig und unkonventionell zugleich, passte ihre musikalische Darbietung perfekt zu der Lesung und zum Thema des Abends.

Im Anschluss folgte eine offene Diskussion mit dem Leitmotiv: Was sagt uns Daxenberger heute?

Christiane Lettow-Berger und Richard Zieglmeier brachten das Publikumsgespräch in Schwung, indem sie einiges aus ihrer mehr als 30jährigen Erfahrung in der Kommunalpolitik erzählten. Beide haben Daxenberger noch persönlich erlebt, er war auch mehrmals als Redner beim Gillamoos-Montag dabei. Er verkörperte wie kaum ein anderer Mut, Authentizität und eine klare Haltung – hervorzuheben ist insbesondere sein unerschütterliches Engagement für Umweltschutz, Basisdemokratie und globale Verantwortung. Diese Themen prägen die Grünen bis heute.

Die weitere Diskussion zeigte, wie wichtig es ist, den Bürgerinnen und Bürgern die unverblümte Wahrheit zu sagen, statt Fake News zu verbreiten und Nebelkerzen zu werfen. Das beschädigt das Vertrauen in die Politik und damit in die Demokratie. Kreissprecherin Dorothea Seider rief dazu auf, die Kernthemen der Grünen noch sichtbarer zu machen. Sie betonte, wie wichtig der unermüdliche Einsatz für eine gerechte, ökologische und friedliche Zukunft ist. Diese Themen verschwinden nicht, nur weil man sie nicht sehen will, sagte sie. Sie sind entscheidend für unsere Zukunft.