Wanderung durch die Weltenburger Enge mit MdL Mia Goller
Atemberaubend.“ So bezeichnete unsere Landtagsabgeordneten Mia Goller das Erlebnis der Weltenburger Enge. „Ich bin absolut begeistert von der Schönheit der Natur. Aber es ist auch beklemmend, wenn man sieht, wie tief das Wasser steht. Die Klimakatastrophe ist hier deutlich sichtbar.“ Schon auf den ersten Blick war bei der Wanderung durch die Weltenburger Enge etwas anders als sonst: Die Donau führte wenig Wasser, die Sand- und Kiesbänke waren ungewöhnlich breit. Ein guter Anlass, über die Zukunft der Donau und den Umgang mit unserem Wasser zu sprechen.
Fachlich begleitet wurde die Wanderung von Franziska Jäger, der umweltpädagogischen Leiterin des Nationalen Naturmonuments Weltenburger Enge.
Sie gab Einblicke in die Besonderheiten der Landschaft, ihre Tier- und Pflanzenwelt und die Geschichte des Schutzgebiets. Die Weltenburger Enge ist seit 2020 Bayerns erstes Nationales Naturmonument. Das Kerngebiet umfasst rund 197 Hektar und liegt innerhalb des 934 Hektar großen Naturschutzgebiets „Weltenburger Enge, Hirschberg und Altmühlleiten“. Die Verbindung aus freifließender Donau, Felsen, Wäldern, Uferbereichen und Kiesbänken macht den besonderen Wert des Gebiets aus.
Immer wieder wird eine Vertiefung der Fahrrinne als Lösung für die Schifffahrt bei Niedrigwasser ins Spiel gebracht. Mia Goller sieht das kritisch. „Eine Vertiefung würde auf die Umgebung wie eine Drainage wirken und das Wasser aus der Fläche in den Fluss ziehen. Das hätte massive Auswirkungen auf Grundwasser und Landwirtschaft.
In der Weltenburger Enge treffen die Interessen von Naturschutz, Tourismus, Landwirtschaft und der Nutzung der Donau unmittelbar aufeinander. Die Herausforderung ist, diese Interessen nicht gegeneinander auszuspielen, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Die Weltenburger Enge ist ein beliebtes Ausflugsziel und damit ein wichtiger Teil der regionalen Wertschöpfung. Gleichzeitig ist der Naturraum empfindlich und auf seine natürlichen Strukturen angewiesen. Die Regierung von Niederbayern bezeichnet die Weltenburger Enge als Hotspot der Artenvielfalt; mehr als 1.200 Tier- und Pflanzenarten sind dort nachgewiesen, darunter mehr als 300 geschützte Arten.
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war die Wanderung deshalb mehr als ein Ausflug. Zwischen Felsen, Wald und Donau wurde sichtbar, wie eng Wasser, Natur und die Nutzung durch den Menschen miteinander verbunden sind.
„Man nimmt so einen Ort anders wahr, wenn man ein Stück gemeinsam durch ihn geht und darüber spricht, was hier eigentlich alles zusammenkommt“, fasste Mia Goller den Nachmittag zusammen. „Die Donau braucht Raum – und wir müssen lernen, diesen Raum auch zu geben.“
