Zur Diskussion über das geplante Logistikzentrum in Stocka bei Rohr

Stellungnahme von Maria Krieger (Fraktionssprecherin Kreistag) und Dorothea Seider (Kreissprecherin):

Die seit 2023 bekannten Pläne für ein überdimensionales Logistikzentrum in Stocka  mit Amazon als Hauptmieter haben von Anfang an viel Widerstand in der Bevölkerung hervorgerufen. 

Überall sprießen neue Gewerbegebiete aus dem Boden und die Flächenversiegelung, gegen die wir uns als Grüne in Bayern seit langem zur Wehr setzen, nimmt immer weiter zu mit allen negativen Folgen für Artenschutz, Gewässerschutz und Klima. In Abensberg, in Siegenburg, in Rohr, überall neue Gewerbeflächen. Stocka bringt das Fass zum Überlaufen. Gegen diese Pläne läuft eine große Bürgerinitiative Sturm, in der auch einige von uns engagiert sind. 

Der Kreisverband Kelheim und die Grüne Fraktion im Kreistag stimmen darin überein, dass dieser Logistikpark aus vielen Gründen nicht gebaut werden sollte. 

Ausschließlich unsere Gemeinderätin in Rohr hat im Gemeinderat Rohr dafür gestimmt. Das ist ihr gutes Recht als Mandatsträgerin und als Grüne respektieren wir unterschiedliche Meinungen. Aus Sicht der Gemeinde Rohr gibt es eben auch Argumente dafür, die wir nicht teilen. 

Zu der Diskussion im Kreisausschuss am 23.02.26: Selbstverständlich sind wir dafür, dass ein Raumprüfverfahren durch die Regierung von Niederbayern durchgeführt wird. Aber: es gibt keine Dringlichkeit im Kreisausschuss für einen wirkungslosen Beschluss. Der Antrag war zu spät eingegangen. Unsere Fraktionssprecherin Maria Krieger hielt Peter-Michael Schmalz von der ÖDP vor, er nutze das Engagement der Menschen in der BI aus und gaukle ihnen mit einem wirkungslosen Antrag vor, dass der Kreisausschuss durch eine sofortige Resolution Einfluss nehmen könne. Es ist nur zu durchsichtig, dass das Thema als Wahlkampfhilfe aufgebauscht werden sollte. Der Antrag wird auf Wunsch der Mehrheit der Ausschussangehörigen in der nächsten Ausschusssitzung behandelt. Da lässt sich ohne Wahlkampfgetöse sachlich darüber reden. Da rechtzeitig vorher bekannt sein wird, dass ein solcher Antrag eingebracht wird, wird niemand von der Diskussion ausgeschlossen. Kreisrat Peter-Michael Schmalz warf im Nachgang unserer Kreisrätin Maria Krieger öffentlich „Falschaussage“ vor. Diese Äußerung, die als Retourkutsche zu lesen ist, weisen wir entschieden zurück. Als Grüne diskutieren wir hart in der Sache, aber ohne persönliche Diffamierungen.