Treffpunkt GRÜN

Der Ortsverband Mainburg trifft sich am Donnerstag, den 20. Februar zum Treffpunkt GRÜN: Gemeinsam Diskutieren und Gemütlich Ratsch’n.
Ein geselliger Abend zum sich Austauschen und Kennenlernen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen.
Wir treffen uns ab 19 Uhr im RUBAKs (Ebrantshauser Str. 71, Mainburg).
Grüne informieren sich über das Potential zukunftsfähiger Heiz- und Klimatechnik bei WOLF in Mainburg
„Innovativ und hoch effizient“ ist das Fazit von Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger und dem Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Johannes Becher, die gemeinsam mit Mainburgs Stadträtin Erika Riedmeier-Fischer von Bündnis 90/Die Grünen die Firma WOLF in der Hopfenstadt besuchten. Im Fokus des Austauschs mit einem der führenden Hersteller von Heizungs-, Klima- und Lüftungsprodukten in Deutschland standen die Zukunft des Heizens und die dafür notwendigen politischen Rahmenbedingungen.

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung Dr. Thomas Kneip und der technische Geschäftsführer Gerdewan Jacobs präsentierten die umfangreiche Produktpalette der Firma WOLF und betonten die Bedeutung des Dialogs zwischen Politik und Wirtschaft für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende im Gebäudesektor.
Die Grünen-Politiker zeigten sich beeindruckt von den innovativen Lösungen des Unternehmens, insbesondere den hocheffizienten Wärmepumpen und Lüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung. Diese Technologien spielen eine Schlüsselrolle bei der Energiewende im Gebäudesektor.
Bundestagsabgeordnete Schönberger erklärte: „Die bei WOLF entwickelten Produkte zeigen eindrucksvoll, wie wir unsere Klimaziele im Gebäudesektor erreichen können. Die hier produzierten Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel R290 sind hoch effizient, reduzieren Emissionen und helfen den Energieverbrauch zu senken. Geeignete Technologien existieren bereits heute und können genutzt werden.“ Schönberger, die Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung ist, betonte, dass es natürlich in Zukunft noch weitere Fortschritte in der Gebäudetechnik geben werde. Doch schon heute gibt es Technologien, die helfen können, die Energiewende im Gebäudesektor voranzutreiben.
„Innovative Unternehmen wie WOLF haben solche Lösungen entwickelt, aber sie brauchen weniger Bürokratie und eine klare, langfristige Politik. Das ist unser Auftrag“, ergänzte der Landtagsabgeordnete Johannes Becher.
Stadträtin Riedmeier-Fischer forderte: „Es ist wichtig, dass wir die richtigen politischen Weichen stellen, um den Einsatz dieser bestehenden Technologien zu fördern und gleichzeitig einen sozialverträglichen Umstieg zu ermöglichen.“
Neben Wärmepumpen war auch die Rolle von Wasserstoff in der Wärmeversorgung Thema. Die Grünen-Politiker und die Unternehmensführung waren sich einig, dass Wasserstoff aufgrund seiner Knappheit und des hohen Energieaufwands bei der Herstellung zu wertvoll zum Heizen sei und in anderen Bereichen, wie der Industrie (z.B. Stahl, Chemie) oder Schwertransport wie und Schifffahrt, dringender benötigt werde.
Beim abschließenden Rundgang durch die Produktionshallen bestaunten die Politiker unter anderem die hoch moderne autonom-fahrende Produktionslinie einer Wärmepumpe.
Das Foto zeigt v.l.n.r.: Gerdewan Jacobs, Erika Riedmeier-Fischer, Marlene Schönberger, Dr. Thomas Kneip und Johannes Becher.
Grüner Ortsverband Mainburg informiert sich über Zweinutzungshuhn
Der Ortsverband Mainburg von Bündnis 90/Die Grünen besuchte kürzlich den Biohof Amberger in Berghausen/Aiglsbach, um sich über Geflügelhaltung mit einer Zweinutzungsrasse zu informieren. Trotz Dauerregen folgten über 20 Besucher der Einladung der Grünen.

Magdalena und Stefan Amberger, die Hofbetreiber, erklärten, wieso sie sich für ein Zweinutzungshuhn und gegen die üblichen Hybridrassen entschieden haben: „In der industriellen Geflügelproduktion werden Hühner einseitig auf Legeleistung oder Fleischansatz gezüchtet. Die Turbomast mit Gockeln, die schon nach sieben
Wochen schlachtreif sind und Hennen, die fast täglich ein Ei legen und dafür ab einem gewissen Zeitpunkt die eigene Knochensubstanz verbrauchen, wollten wir nicht.“
Die studierte Agraingenieurin Magdalena Amberger, die auch an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising arbeitet, stieß bei ihrer Suche nach Alternativen auf zwei sogenannte Zweinutzungsrassen: ‚Coffee‘ und ‚Cream‘. Diese Hühnerrassen wurden jeweils aus alten Rassen gezüchtet und sind sowohl für die Eier- als auch für die Fleischproduktion geeignet. „Die Tiere sind äußerst robust, vital und gesund,“ so die Hofbetreiberin.
Auf Nachfrage der Besucher erläuterte Stefan Amberger, warum die Aufzucht von Bruderhähnen aus ihrer Sicht keine Alternative darstellt: Die Bruderhahn-Initiative, bei der die männlichen Legerassen-Küken aufgezogen werden, stelle zwar einen vermeintlich ethischen Fortschritt dar, bringe jedoch eigene Herausforderungen mit sich. Die Aufzucht der Bruderhähne ist sehr ressourcenintensiv, da diese Legerassen enorme Futtermengen benötigen, um Fleisch anzusetzen. Für einen Betrieb ist das nicht wirtschaftlich.“ Das sei auch der Grund, warum so viele Bruderhahn-Küken ins Ausland transportiert und dort unter mitunter schlechteren Bedingungen als in Deutschland gemästet werden, so Amberger weiter.
Magdalena Amberger betonte: „Unser Ziel ist es, eine Balance zwischen ethisch-ökologischer Tierhaltung und wirtschaftlicher Tragfähigkeit zu finden. Die Zweinutzungsrassen ‚Coffee‘ und ‚Cream‘ sind dabei ein vielversprechender Ansatz, der sowohl den Tierschutz als auch die Bedürfnisse der Verbraucher berücksichtigt.“

Nach den einführenden und erklärenden Worten ging es zu den Tieren, was insbesondere für die Jüngsten der Besuchergruppe das Highlight war. Das Füttern der Hühner mit Getreide zauberte jedem Kind ein Strahlen ins Gesicht. Die derzeit 100 Hühner leben in einer Herde in einem mobilen Stall, der regelmäßig auf frische Grünflächen umgesetzt wird. Diese abgesteckten Areale bieten den Tieren ausreichend Platz zur artgerechten Bewegung und Futtersuche. Um die Hennen vor dem Habicht zu schützen, leben zwei Hähne in der Herde.
Die Gockelherde bewohnt derweil einen festen Stall am Hof mit großzügigem Auslauf in der Streuobstwiese und wird ihrerseits von drei Ziegenböcken begleitet. Die Neugierde der Ziegen hält Habicht und Fuchs fern, da sie sich auf alles stürzen, was sich bewegt. Im Gegensatz zu den wenigen Wochen eines Hybrid-Gockels dürfen sich die Zweinutzungs-Gockel der Ambergers um die 17 Wochen Zeit nehmen, um das Schlachtgewicht zu erreichen.
Die Besucher der Hofführung zeigten sich beeindruckt, welche Herausforderungen ein Hof zu bewältigen hat, um Tierwohl, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit in Einklang zu bringen. Für eine zukunftsfähige und ressourcenschonende Geflügelnutzung bringt das Zweinutzungshuhn die notwendigen Eigenschaften mit, um die tragende Säule zu sein.
Die Produkte des Biohof Amberger können in den Hofläden in Jebertshausen bei Wolnzach und in Berghausen erworben werden.
Coffee & Cream auf dem Biohof Amberger
Der Betrieb der jungen Familie Amberger produziert Eier, Kartoffeln, Kürbisse und einiges mehr. Nichts Ungewöhnliches denkt man sich.
Das Besondere an den Eiern vom Biohof Amberger ist, dass sie von Hühnern einer Zweinutzungsrasse kommen. Das bedeutet, dass die weiblichen Tiere für die Eierzeugung und die Gockel für die Mast geeignet sind. Dies hat den enormen Vorteil, dass keine Tiere als „unbrauchbar“ gelten und beseitigt werden.

Magdalena und Stefan Amberger werden uns über ihren Hof führen und erzählen, warum sie sich gegen die gängigen Hochleistungs-Legehennen und stattdessen für die Rasse „Coffee & Cream“ entschieden haben.
Alle interessierten Bürger*innen sind herzlich willkommen. Wir treffen uns am Sonntag, den 13. Oktober um 9 Uhr auf dem Hof in der Lerchenfeldstraße 15a in Berghausen, Aiglsbach. Die Hofführung wird etwa 2 Stunden dauern. Kaffee und Getränke gibt’s vor Ort.
Die Hofführung ist kostenlos. Spenden sind herzlich willkommen.
Wir bitten um Anmeldung an vorstand@gruene-mainburg.de bis zum 10. Oktober.
Treffpunkt GRÜN

Der Ortsverband Mainburg trifft sich am Donnerstag, den 17. Oktober zum Treffpunkt GRÜN: Gemeinsam Diskutieren und Gemütlich Ratsch’n.
Ein geselliger Abend zum sich Austauschen und Kennenlernen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen.
Wir treffen uns ab 19 Uhr im RUBAKs (Ebrantshauser Str. 71, Mainburg).